Prof. Dr. Annett Baumast

Prof. Dr. Annett Baumast ist Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Nachhaltigkeitsmanagement am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften.

21.03.2025

Prof. Dr. Annett Baumast, Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Nachhaltigkeitsmanagement
Foto: Anna Mándoki

Der Austausch mit praxisinteressierten Studierenden während ihrer Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen brachte sie auf den Weg in die Wissenschaft. Aktuell forscht sie zu Inner Development Goals.

Wer oder was diente für Sie als persönliche Inspiration für Ihren Berufsweg als HAW-Professorin?

Im Rahmen meiner Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen haben mich über die Jahre vor allem diejenigen Studierenden inspiriert, die sich (und mich) immer wieder mit der Frage der Anwendbarkeit des Gelernten in der Praxis konfrontiert haben. Aus diesem Grund waren und sind mir Hochschulen für Angewandte Wissenschaften immer besonders nah, denn auch ich habe mich schon als Studierende in meinem Erststudium gefragt, wo der Praxisbezug ist. 

Ich wünsche mir, dass im Jahr 2040 an der HWR Berlin …

… angelehnt an den Begriff des „guten Lebens“ aus dem Nachhaltigkeitsdiskurs sowohl Studierende als auch Lehrende einen Ort des „guten Lernens“ vorfinden.

An welchen Projekten oder Forschungsthemen arbeiten Sie derzeit, die Sie besonders spannend finden?

Mich interessieren momentan vor allem die Inner Development Goals. Das sind diejenigen Skills, die wir als Menschen benötigen, um einen Beitrag zu den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDGs) leisten zu können. Ich erforsche – unter anderem gemeinsam mit meinen Kolleginnen an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften im Forschungsprojekt „CreAIgile Literacy - Disrupting AI“ – welche dieser Skills wir unseren Studierenden mit auf den Weg geben können.

Welche Eigenschaften oder Fähigkeiten halten Sie für besonders wichtig, um in Ihrer Disziplin erfolgreich zu sein?

Vor einiger Zeit ist mir der Begriff der „positiven Penetranz“ über den Weg gelaufen und ich denke, dass es genau das ist, was diejenigen brauchen, die sich mit Nachhaltigkeitsmanagement – sei es in Forschung und Lehre oder aber auch in der Praxis – auseinandersetzen. Es ist schon lange evident, dass sich Unternehmen mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen müssen, in den letzten Jahren ist dies sogar immer stärker gesetzlich reguliert worden. Trotzdem gibt es noch immer beharrende Kräfte, die die Relevanz des Themas negieren. Da gilt es, sich nicht entmutigen zu lassen und „positiv penetrant“ zu bleiben.

Was schätzen Sie besonders an Ihrer Tätigkeit als Professorin? 

Ich schätze besonders den Austausch mit den Studierenden, die wir auf einem Stück ihres Weges begleiten dürfen. Die Freiheit, aber auch die Verantwortung, die die Tätigkeit mit sich bringt, empfinde ich als Privileg.

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