02.04.2025 — Pressemitteilung 12/2025Pressemitteilung 12/2025 | 02.04.2025

Polizei

222 Absolvent*innen starten in den Polizeidienst

Für die innere Sicherheit Berlins: Neue Schutz- und Kriminalpolizeikommissarinnen und -kommissare treten nach drei Jahren Studium an der HWR Berlin am 1. April Dienst bei der Hauptstadtpolizei an.

Feierliche Graduierung: 222 neue Schutz- und Kriminalpolizeikommissarinnen und -kommissare treten nach drei Jahren Studium an der HWR Berlin am 1. April Dienst bei der Hauptstadtpolizei an.  Foto: Sylke Schumann
Feierliche Graduierung: 222 neue Schutz- und Kriminalpolizeikommissarinnen und -kommissare treten nach drei Jahren Studium an der HWR Berlin am 1. April Dienst bei der Hauptstadtpolizei an. Foto: Sylke Schumann

Berlin, 31. März 2025 – Passenderweise spielt die Combo der Polizei Berlin „You can count on me”. Damit werden die 222 frisch gebackenen Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs „Gehobener Polizeivollzugsdienst“ an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) und die Hunderten Gäste zur Graduierungsfeier am letzten Tag im März begrüßt. „Das Studium ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, betont Hochschulpräsident Professor Dr. Jens Hermsdorf in seiner Rede. Es sei ein Zusammenspiel der Polizei und der HWR Berlin als starke Partner – und nicht zuletzt der Familien und Freundeskreise, die die Studierenden während der drei zurückliegenden Studienjahre unterstützt hätten.

Der Teamgeist und die lange Familientradition waren für Florian S. Beweggründe, sich für den Polizeiberuf zu entscheiden. Nach einer ersten beruflichen Station beim Zoll im Anschluss an sein Abitur wird er nun in 4. Generation Polizist. Es ist ein bewegender Moment für beide, als Vater Ralf K., inzwischen im Ruhestand, seinem Sohn die Schulterklappen mit dem ersten silbernen Stern anlegt. Am meisten Spaß gemacht hat dem Nachwuchspolizisten während seines Studiums die praktische Anwendung des erlernten Wissens. Er war im Rahmen des Einsatz- und Führungsseminars zum Beispiel bei der Fußball-Europameisterschaft in Berlin unter anderem mit der Lenkung der Zuschauermassen am Olympiastadion beauftragt. Sein Praxissemester absolvierte er bei der Polizei in Österreich. Der 25-Jährige, der in Rudow aufgewachsen ist, wird nun seinen Dienst am Polizeiabschnitt in Schulzendorf antreten.

Foto: Sylke Schumann

Zur Urkundenübergabe und Feierstunde im voll besetzten Audimax der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin gekommen sind am 31. März 2025 auch Innensenatorin Iris Spranger und Polizeipräsidentin Dr. Barbara Slowik Meisel.

Die Innensenatorin gratuliert den Absolventinnen und Absolventen: „Ab morgen sind Sie Teil der großen Polizeifamilie.“ Sie hebt hervor: „Ihre Aufgabe ist wichtiger denn je. Ohne Sie würde Demokratie nicht funktionieren“. Spranger ermuntert die neuen Schutzpolizei- und Kriminalpolizeikommissarinnen und -kommissare, kritisch zu bleiben und mahnt in Richtung Politik, dass die größte Behörde des Landes Berlin im Sicherheitsbereich als moderner und attraktiver Arbeitgeber ihren Aufgaben nur gerecht werden könne, wenn sie mit ausreichend Personal, Ausrüstung und Infrastruktur ausgestattet sei.

„Meine Sorge ist Ihre Chance“, erklärt Polizeipräsidentin Dr. Barbara Slowik Meisel mit Blick auf die anstehenden Pensionierungen. Bis 2030 werde die Hälfte aller Führungskräfte der Hauptstadtpolizei aus dem Dienst ausscheiden. Deshalb verweist die Polizeipräsidentin besonders auf die Möglichkeit, nach dem Bachelorabschluss ein vollfinanziertes Aufstiegsstudium oder andere Weiterbildungen anzuschließen. Es gebe 100 Berufe innerhalb der Polizei – ein spannendes und einmaliges Arbeitsfeld für den Dienst an der Gesellschaft und zum Wohle der Menschen. „Wir brauchen Sie dringend, Ihre Kolleginnen und Kollegen in den Dienststellen warten auf Sie“, so Slowik.

Ein bewegender Moment für beide: Vater Ralf K., inzwischen im Ruhestand, legt seinem Sohn Florian S. die Schulterklappen mit dem ersten silbernen Stern an. der frisch gebackene Polizeikommissar ist einer von 222 Absolvent*innen des Studiengangs Gehobener Polizeivollzugsdienst an der HWR Berlin. Foto: Sylke Schumann

Für Florian S. und seine Kommilitoninnen und Kommilitonen ist der Polizeiberuf mehr als ein Job – er ist Berufung. Der Wunsch, für Sicherheit zu sorgen, für Recht und Ordnung einzutreten und Menschen in schwierigen Situationen beizustehen, treibt sie an. Auch die finanziellen Perspektiven und gute Aufstiegschancen machen den Beruf attraktiv. Hinzu kommt ein starkes Gemeinschaftsgefühl – auf den Punkt gebraucht in der zweiten Refrainzeile des Eröffnungslieds: “I can count on you”.
 

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin)
Die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin ist mit über 11 500 Studierenden eine der großen Hochschulen für angewandte Wissenschaften – mit ausgeprägtem Praxisbezug, intensiver und vielfältiger Forschung, hohen Qualitätsstandards sowie einer starken internationalen Ausrichtung. Das Studiengangsportfolio umfasst Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts- und Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften in über 60 Studiengängen auf Bachelor-, Master- und MBA-Ebene. Die HWR Berlin unterhält 195 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen Kontinenten und ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for Excellence“. Als eine von Deutschlands führenden Hochschulen bei der internationalen Ausrichtung von BWL-Bachelorstudiengängen und im Dualen Studium belegt die HWR Berlin Spitzenplätze in deutschlandweiten Rankings und nimmt auch im Masterbereich vordere Plätze ein. Die HWR Berlin ist einer der bedeutendsten und erfolgreichen Hochschulanbieter im akademischen Weiterbildungsbereich und Gründungshochschule. Die HWR Berlin unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz „Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

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